Erzielte Schallminderung

Erzielte Schallminderung durch den Großen Blasenschleier

Das Projekt hat gezeigt, dass durch den Einsatz des Großen Blasenschleiers die BSH/UBA-Grenzwerte hinsichtlich des Unterwasserschalls nicht nur eingehalten werden können, sondern z.T. auch deutlich unterschritten werden konnten.

Im Rahmen des Projektes wurden verschiedene Konfigurationen des Großen Blasenschleiers getestet. Ziel war es, eine Konfiguration zu finden, mit der es möglich ist, die derzeitig gültigen BSH/UBA-Grenzwerte von 160 dB für den SEL und 190 dB für den Spitzenpegel Lpeak für Unterwasserlärm bei Rammarbeiten in 750 m Entfernung von der Baustelle einzuhalten.

  • Bei der besten Systemkonfiguration (BBC 2) des Großen Blasenschleiers konnte im Mittel eine schallmindernde Wirkung von 12 dBSEL (10-15 dBSEL) beim Einzelereignispegel und 19 dBLpeak (14-23 dBLpeak) beim Spitzenpegel erreicht werden. Bei der Systemkonfiguration BBC 1 des Großen Blasenschleiers lag die mittlere Schallreduktion bei 10 dBSEL (7-12 dBSEL) und 13 dBLpeak (8-17 dBLpeak) beim Spitzenpegel (siehe auch: Erzielte Schallminderungen in Bezug zu den Lärmschutzwerten).
  • Es konnte nachgewiesen werden, dass sowohl die Konfiguration des Düsenschlauches (Lochgröße und Lochabstand) als auch die verwendete Luftmenge einen entscheidenden Einfluss auf die schallmindernde Wirkung des Großen Blasenschleiers haben: Kleinere Lochgrößen mit kürzeren Abständen voneinander haben eine um 2 dBSEL50 stärker schallmindernde Wirkung als Schläuche mit größeren Luftaustrittsöffnungen, die in weiteren Abständen voneinander gebohrt wurden. Die Schallreduktion war bei maximaler Luftmenge von 0,32 m3/(min*m) um 4 dBSEL50 besser als mit der Luftmenge 0,15 m3/(min*m) (vgl. Schallminderung und verwendete Luftmenge).
  • Ob die Schlauchlänge einen Einfluss auf die schallmindernde Wirkung hat, konnte nicht geklärt werden (vgl. Düsenschlauchlänge).